Albtraum deutscher Autojournalisten: Elektroautos

Ich finde das schon okay von Tesla – so haben sie wenigstens einen Weg gefunden, sich selbst zu ruinieren. 
Stefan Anker / Foto: Wikipedia

Tesla-bashing ist in. Einigen der Journalisten der Abteilung Auto/Motor/Sport scheint es ernsthaft auf den Senkel zu gehen, dass dieses Auto nicht nur fährt, sondern auch noch erfolgreich ist. Und sie sammeln fleißig Argumente gegen Tesla. Das ist ziemlich lustig, wenn ausgerechnet jene, die beruflich den Beschleunigungsspaß ihnen zur Verfügung gestellter Boliden in journalistisches Hosianna übersetzen, plötzlich feststellen, dass „kein Mensch ein Elektroauto wie den Tesla Model S wirklich braucht – nicht mal die, die es schon gekauft haben.“ (Stefan Anker)

Wie zum Beispiel Stefan Anker im Auto-Magazin „PS“ der WELT vom 2. Dezember 2015. Wir haben diesen Artikel genauer gelesen und meinen: Themaverfehlung.  In Wahrheit geht es hier um etwas anderes:

Lieber Stefan Anker,
in Ihrem Artikel Der große Irrtum mit dem Tesla  in dem Magazin mit dem schönen Namen „PS“ geht Ihnen ja richtig die Hutschnur hoch:
Ich bin es langsam leid. Sobald irgendwo ein Tesla Model S um die Ecke schielt, bekommen alle Schnappatmung.(…) Alles Penner zwischen Wolfsburg und München, haben nix verstanden, warum bauen die nicht so ein Auto?

Dem gegenüber klären Sie uns im Ton eines genervten Oberlehrers auf, dass deutsche Automobilhersteller kein ernstzunehmendes Stromauto bauen, weil
a) dergleichen niemand braucht,
b) Sie persönlich sich „kein 700-PS-Auto kaufen (würden), um immer schön langsam über die Autobahn zu rollen“,
c) Tesla-Fahrer verantwortungslose Schmarotzer sind, die „mit schwerem rechtem Fuß Gratis-Strom verballern“ – wo sie doch eben noch „langsam über die Autobahn“ rollten,
d) in Deutschland gar kein Platz wäre für den von Ihnen ermittelten Bedarf von 900.000 Ladestationen, falls wir alle mit Strom fahren würden,
e) wir dann noch mehr Windkraftanlagen aufstellen müßten, was bekanntlich keiner will und deshalb auch nicht geht,
f) Tesla eigentlich längst Pleite ist und nur noch existiert, weil Elon Musk sich auf dubiose Weise immer wieder Kapital besorgt,
g) und so weiter und so fort.

Deshalb rufen Sie den Tesla-Fahrern zu:
Die meisten haben für ihr Auto mehr als 100.000 Euro bezahlt und würden niemals zugeben, sich geirrt zu haben. Dabei ist genau das passiert: Sie haben sich das falsche Auto gekauft.

Lieber Stefan Anker, warum bereitet Ihnen die Vorstellung, dass immer mehr Menschen „sich das falsche Auto kaufen“ könnten, schlaflose Nächte? Wieso versteigen Sie sich zu der absurden Behauptung, besser als alle Tesla-Besitzer zu wissen, was für sie die richtige Entscheidung sei? Warum soll keiner „mit 700 PS langsam über die Autobahn rollen“ dürfen, bloß weil Sie das nicht wollen?

Wo soviel Irrationalität und Emotionalität zusammentreffen, sprechen Ängste. Diese Ängste wollen ausgeleuchtet werden. Und plötzlich verstehen wir:

Sie haben Angst vor einem Deutschland, in dessen Städten nur noch das sanfte Surren elektrischer Autos zu vernehmen ist und auf dessen Autobahnen die meisten Autos unaufgeregt mit 130 Sachen ihrem Ziel entgegen rollen.

Darum geht es in Wirklichkeit: Mit dem Tesla ist das Elektroauto mit einem Mal von Muttis belächelten Milchholgefährt zum echten Albtraum der Hubraum- und Turbo-Junkies geworden. Zum Albtraum von einer Welt voller E-Porsches und E-Ferraris, die klingen wie eine Straßenbahn und keinen Tropfen Öl mehr brauchen. Zum Albtraum der geräuschlosen Beschleunigung und des adrenalinreduzierten Überholmanövers.

Kurz: Zur Angst vor dem Verlust der Fetische einer Männlichkeit, die sich durch Motorensound, Abgashitze und Endrohrdurchmesser definiert.

In Wahrheit, Herr Anker, haben Sie Angst vor der Verweiblichung des Individualverkehrs. Ein Tesla taugt wohl nur bedingt als Schwanzersatz. Elon Musk und seine Autos befördern in deutschen Automobiljournalisten tief sitzenden Kastrationsängste nach oben.

Darüber hinaus: wenn diese Verweiblichung des Individualverkehrs erst stattgefunden hat, wer soll dann noch Magazine wie das mit dem schönen Namen „PS“ kaufen? Ist ja schon schlimm genug, dass die Hersteller gewisser Stromautos gar keine Leistung mehr angeben, weil diese kokusnussgroßen Motoren sowieso mehr Kilowatt als genug leisten.

Wenn diese Welt also Wirklichkeit wird, wer braucht dann noch Autoren wie Sie?

Doch seien Sie beruhigt: So schlimm wird es nicht kommen. Der deutsche Verbrennungsmotor wird nicht aussterben. So wie viele von uns heute ihre Liebe zu mechanischen Uhren entdecken, wird auch der Benziner immer wertvoller werden: als Rarität. Typen wie Sie bleiben also gefragt.

Von Oslo durch Thüringen – via Arnstadt

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// Der erste Tesla-Gast im Hotel Stadthaus Arnstadt kam am 21.03.2016 aus Norwegen, auf den Spuren Bachs unterwegs, pünktlich zu dessen Geburtstag. In keinem anderen europäischen Land verkauft Tesla so viele Autos wie in Norwegen, dank massiver staatlicher Subventionen und Privilegien für E-Autos. So dürfen diese zum Beispiel auch die Taxi- und Busspuren in den Metropolen benutzen. Noch.

“ It is a unique feeling, I can’t get enough driving this car. I love the silence and I love the speed.“  Dag und Rannveig Tjemsland rollten von Oslo aus nach Eisenach und Arnstadt, wo sie Konzerte der Thüringer Bachwochen besuchten. Die haben  dieses Jahr den Fokus auf „Bach und Skandinavien“, und schon kommen sie, die Nordländer. Auch das ist Marketing für den Freistaat.

Nach dem Konzert in der Bachkirche genossen die beiden ein Drei-Gänge-Menu im Hotel,  „good mixtur of italian and german cooking“, fand Dag Tjemsland. Währenddessen hing sein Tesla an der 220-Volt Steckdose und tankte Elektronen für die nächsten 200 km. Irgendwann wird es in Hotels Standard sein, Stromautos für’s Aufladen Starkstrom anzubieten, mit schnelleren Ladephasen und extra Zähler. Bis dahin gilt: Hausstrom. Dauert etwas, reicht über Nacht aber auf jeden Fall bis zur nächsten kostenlosen Tesla-Station.

_MG_9991Rannveig und Dag Tjemsland vor ihrem feuerroten Tesla Model S an der Steckdose

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Tesla bashing – keine deutsche Erfindung

Ist zwar schon vom Februar 2013, aber dennoch relevant. Denn wenn die renommierte New York Times einen Fahrbericht liefert, indem ein Tesla Model S nach Strich und Faden zerlegt wird, bis hin zu dem, dass der Fahrer schließlich auf der Highway stehen bleibt, weil die Reichweitenangaben angeblich nicht stimmten – dann macht das Eindruck. So geschehen mit dem Artikel von John Broder vom 8. Februar 2013 unter der Überschrift Stalled Out on Tesla’s Electric Highway. Auf Deutsch: Ausgesetzt auf der Autobahn.

Blöd nur, dass ein modernes vollverkabeltes Auto wie ein Tesla alles aufzeichnet, in einem Log, der jede Position und jede Bewegung des Autos im Nachhinein nachvollziehbar macht. So haben sich die Tesla-Ingenieure das Auto, das dem Journalisten kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, vorgeknöpft und ausgewertet, und Elon Musk persönlich hat auf dem Blog von Teslamotors.com zu den Vorwürfen Stellung bezogen: A Most Peculiar Test Drive (13. Februar 2013). Echt lesenswert.

Wäre ja auch zu naiv zu glauben, dass gegen Eindringlinge in einen Milliardenmarkt nicht mit allen Bandagen gekämpft würde.

 

2691 km mit dem Tesla durch Deutschland

Hamburg, Blankenese an der Elbe. Hier wohnt sehr, sehr viel Geld. Aber Teslas sieht man nicht. Nur meinen aus dem fernen Zwickau.

Der letzte Tag: 287 km von Oldenburg bis Kassel – ohne Ladestation, aber mit viel Stau

Erstmalig habe ich auf einem Autohof – Lohne im Münsterland – den Akku richtig voll gemacht, mit einer angezeigten Reichweite von 380 km. Mehr ging nicht. Neben ein wenig Stadtverkehr und Landstraße dann Autobahnfahrt mit durchgehend 110 bis 130 km/h und endlosem Stop-and-Go auf der vollkommen überlasteten Landstraße neben der noch im Bau befindlichen A33 zwischen Osnabrück und Bielefeld. Nicht einmal das Gaspedal durchgedrückt. Vorgenommen – und durchgehalten!

Resultat: 287 gefahren, und mit einer Reserve von 40 Kilometern in Malsfeld hinter Kassel an den Supercharger, wo die Akkus endlich wieder begierig Elektronen tankten durften. 320 km wären auch drin gewesen. Viel mehr allerdings nicht.

Wobei man sagen muß: es war kalt. Nicht bitterkalt, aber so knapp über null. Und das scheint nicht nur die Akkus Ladung zu kosten. Ein nicht unbeträchtlicher Teil des Stroms geht schlicht und einfach fürs Heizen drauf. Schaltet man die Klimaanlage nämlich aus, sinkt der Durchschnittsverbrauch der Wh pro Kilometer deutlich, auch unter die 200 Wh-Marke, die Tesla seinen Reichweitenangaben zugrundelegt.

Mit vollem Heizungsbetrieb ist dieser Wert auf der Autobahn kaum möglich. Dürfte spannend sein, im Sommer eine Vergleichsfahrt zu unternehmen. Bis dahin gilt für mich: Das Auto hat auf Fernreisen eine Reichweite von 300 km, wenn du geduldig bist. Denn wann ist es schon warm in Deutschland? Und wenn die Sonne knallt, zieht die Klima-Kühlung den Strom.

Was beim Verbrenner nie ein Thema, da Wärme und auch Strom für Kühlung  im Überschuss vorhanden, tangiert beim Elektroauto also die Reichweite.

Ein weiteres Erlebnis der besonderen Art war das Fahren im Stau. Solange die Straße anständig markiert ist mit Mittel- und Seitenstreifen fährt das Auto selbst. Hält die Spur, steuert, stop, wenn der Vordermann stoppt, fährt wieder los, wenn die Vorderfrau losfährt, und beschleunigt bis auf die eingestellte Höchstgeschwindigkeit.

Bis ein Kreisverkehr oder eine Baustelle oder eine ähnliche (aus Sicht der Radarsensoren) unstrukturierte Umgebung auftaucht. Dann piepst und bremst das Auto und dann mußt du spätestens ans Lenkrad, das du laut Hersteller mit deinen Händen nie hättest verlassen dürfen. Logisch, aber gerade das ist der Reiz. Auszutesten wo die Grenzen liegen.

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Stoppen, steuern, anfahren, Tempo 54 halten wie von Geisterhand: Es klappt tatsächlich.

 

Während ich dem Auto zusehe, wie es im Stau fährt, begreife ich, wo die Zukunft des mobilen Individualverkehrs liegen wird: in der Eingliederung in „Autozüge“, bei denen jedes Auto mit den vor und hinter ihm fahrenden kommuniziert und diesen die Gegebenheiten von Straße und Verkehr mitteilt. Dann fahren wir in unserem Privatauto wie in einem Eisenbahnwagon – in dem wir uns auch um nichts kümmern müssen –, bis der Fahrer beschließt, auszuscheren und wieder die Verantwortung zu übernehmen. Könnte klappen.

In andern Worten: meinem Freund in Hamburg hätte ich antworten sollen: vielleicht liegt die Lösung in einem Individualverkehrsmittel, dass sich zugleich modular in Verkehrsflüsse eingliedern läßt. Das reduziert Unfälle, spart Zeit und Nerven und wahrscheinlich auch Energie.

Und dennoch sitzt jeder in seiner eigenen Kiste.

Danke an die Fa. Demmler in Zwickau für zehn spannende und aufschlussreiche Tage in dem aufregendsten Auto der Welt. Inzwischen fahre ich wieder mit Benzin. Und komme mir vor wie einer von hinterm Mond.

Mittwoch, 9. Dezember 2015 / 7. bis 9. Tag / Hamburg und Norddeutschland

Morgens um sechs auf die A4 über Eisenach nach Hildesheim. Ich habe mir angewöhnt, (fast) jede Ladestation anzufahren und dort zwischen 20 und 40 Minuten zu laden. Ich stelle fest, dass ich nie auf die Uhr schaue, da ich immer etwas zu tun habe. Meist ist der Supercharger schneller als ich mit Lektüre, Emails oder Telefonaten.

Das Fahren mit dem Tesla auch über lange Strecken ist wunderbar. Das regelmäßig Halten tut gut. Man verliert auch insgesamt keine Zeit, wenn man sein Büro dabei hat, und wer hat das nicht? Lediglich früher losfahren musst du. Alle 200 km eine halbe Stunde. Für mich keine Kleinigkeit, da ich dazu neige, zu spät loszufahren und dann die Zeit wieder „reinfahren“ zu wollen, um schneller zu sein als Google Maps. Das kann ich mir mit dem Tesla definitiv abgewöhnen.

Nach Hildesheim Hamburg. Die Stadt der Pfeffersäcke. Dennoch sieht man hier ebensowenig ein Model S in den Straßen wie andernorts. Auch ein Indiz, dass nicht der Preis die Hemmschwelle bildet. Jedes zweite Auto auf der Elbchaussée kostet dasselbe. Alle angeblichen Mängel dieses Autos sind vorgeschobene Argumente einer Stromauto-Verachtung, die andere als rationelle Gründe hat.

In den Autoblogs und Magazinen wird das deutlich: Die Tesla-Hasser kommen in Fahrt. Ich richte mir ein Google-Alerts „Tesla“ ein, um die neuesten Wortmeldungen zu diesem Unternehmen nicht zu verpassen. Meine zweite Rezension zu einem Tesla-bashing in der WELT von unglaublicher Beklopptheit schreibe ich in Hamburg im Hotel. Nachzulesen auf diesem Blog.

In Hamburg stehe ich fast nur im Stau, und ein Freund, den ich treffe, von Beruf KFZ-Experte und Gutachter, meinte vom Tesla unbeeindruckt, die Frage sei nicht ob Benzin oder Strom, sondern ob Individualverkehr oder ÖPNV. Ich denke: Keines ersetzt das andere. Der ÖPNV könnte viel attraktiver sein, insbesondere für die Pendler, die sich gegenseitig im Wege sind. Aber die Lust am Autofahren wird er nicht ersetzen.

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Köhlbrandbrücke. Gibt es in Deutschland eine spektakulärerere Brücke?
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Auf der A1 der Abendsonne hinterher

Zwei Tage Hamburg, dann in der Dämmerung an der spektakulären Köhlbrandbrücke vorbei über die A1 Richtung Osnabrück. Wunderbares Licht, ich fotografiere aus dem Auto. Viel Verkehr, aber es fließt. Mit vollen Akkus drücke ich immer wieder mal aufs Pedal, wenn die linke Spur frei ist. Gerade bei geringeren Geschwindigkeiten auch nach 2000 Kilometern immer noch atemberaubend.

Ich notiere: Da das Auto auch beim Beschleunigen kaum Geräusche macht und der Schaltrhythmus fehlt, fehlt irgendwie auch der Vergleichsmaßstab. Wie stark beschleunigt der Tesla wirklich? Ich weiß es nicht. Ich sehe nur, dass alles hinter mir schlagartig kleiner wird, sobald ich losfahre.

Morgen letzter Fernreisetag. Von Osnabrück bis Kassel 250 km ohne Ladestation. Aber morgen habe ich Zeit. Mal schauen, wie weit ich komme wenn ich langsam fahre.

Sonntag, 6. Dezember 2015 / 5. und 6. Tag / Rückfahrt zu dritt

Samstag Ruhe- und Ladetag. Sonntag Rückfahrt nach Arnstadt über 50 km Landstraße, 350 km Autobahn. Wir haben gelernt: immer Kabel anschließen, immer möglichst mit vollen Akkus losfahren. Nach einer 30-h-Ladeaktion ist der Akku diesmal voll. Das Rollen über die Landstraße macht Spaß und verbraucht wenig.

Wir sind zu dritt, ein Freund fährt mit, und wir diskutieren sämtliche Aspekte eines Model S. Zum Beispiel den „Autopiloten“, der Fahrspur, Geschwindigkeit und Abstände selbständig hält und kontrolliert und beim Blinkersetzen sogar (fast) selbständig überholt. Er stoppt das Auto, wenn vor dir einer steht, und fährt selbsttätig los, wenn der Vordermann es ebenfalls tut. Da gewöhnt man sich dran.

Oder über den Rhythmus von Fahren und Laden, unter Berücksichtigung dessen, dass an den Superchargers bei leeren Akkus über 300 Ampère Strom fließt, was sich mit zunehmender Ladung auf 60 Ampère reduziert. In anderen Worten: leere Akkus sind in knapp 15 Minuten halb voll mit einer angezeigten Reichweite von 200 km. Entspricht einem Kaffee an der Tankstelle. Für die zweite Hälfte aber fallen ca. 30 Minuten an. Ein Umstand, der zum Kurzladen an jeder verfügbaren Station verleitet.

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Das Laden der ersten 200 km Reichweite dauert so lange wie ein Tässla Kaffee trinken gehen. Die zweiten 200 km dauern fast doppelt so lange. Die hier angezeigten 40 Minuten beziehen sich auf eine Ladelimit von 90%. Die letzten 10% dauern alleine ca. 20 Minuten.

Wir fahren Hilpoltstein und Zella-Mehlis an und stellen fest, dass wir gerne im Auto sitzen bleiben, arbeitend, surfend oder plaudernd. Heute haben wir es nicht eilig, und schon macht der Tesla doppelt Spaß.

Ab dem Rennsteigtunnel geht es nur noch bergab, und da wollen wir doch mal schauen, wie weit wir mit Unterstützung der Schwerkraft die theoretische Reichweite in die Höhe treiben können. Am Ende zeigt das Display einen Wh/km-Verbrauch von 68 an und somit auch eine Reichweite jenseits der Realität: 612 km. Aber irgendein Norweger soll ja die 1000-Kilometer-Marke geknackt haben: mit Tempo 35.

Das Fahren mit Strom hat heute auf jeden Fall einen weiteren Fan gefunden.

Freitag, 4. Dezember 2015 / 4. Tag / 400 km am Stück

Von Arnstadt nach dem bayrischen Geltendorf, wo wir Freunde und Familie besuchen und einen Geburtstag feiern wollen, meldet google maps eine Distanz von 417 km. Dazwischen liegen drei Supercharger in Zella-Mehlis, in Hilpoltstein und bei Pfaffenhofen. Um es vorweg zu nehmen: Wir haben sie alle drei angesteuert. Und das ging so:

Mit gut halber Akkuladung fuhren wir los, und schnell war klar, dass es bis zur ersten  bayrischen Station nicht reichen würde. Also in Zella-Mehlis an die Säule und genug tanken bzw. laden für Hilpoltstein. Denn 417 km ist auch mit vollen Akkus nicht als Autobahnfahrt ohne Stop darstellbar – es sei denn man schleicht mit 80 über die Standspur.

20 Minuten, dann zeigen die Akkus 260 km Reichweite an. Es ist dunkel, die Umgebung trist. Wir fahren weiter. Das muß man sagen: Einen Supercharger, dessen Tankstelle, Hotel, Restaurant, Café (oder was auch immer den Parkplatz stellt) einen zum Verweilen verleitet, habe ich noch nicht entdeckt. Bei Hilpoltstein tankst Du im Hinterhof einer Autobahn-Spielhölle, in Zella-Mehlis in einer Art Niemandsland. Wenig einladend, vor allem für Frauen.

Weiter geht es durch den Thüringer Wald, Berg hoch, Berg runter. Das kostet. Obwohl ich den Tempomat auf 120 stelle, sinkt der Verbrauch nicht unter 250 Wh/km. Das Auto meldet bald, dass ich es nicht zum Ziel schaffen werde ohne nochmal zu tanken. Die Anzeige hinterm Lenkrad wiederum meldet anderes, danach habe ich noch 45 km Reserve. Ich behalte die 120 km bei.

Wir erreichen Hilpoltstein mit Punktlandung, tanken nochmal 25 Minuten und erleben erstmalig Andrang am Supercharger. Plötzlich stehen drei weiße Tesla nebeneinander. Gibt es sicher nicht so oft. Ich mache ein Foto mit dem Smartphone. Ein Bild aus der Zukunft?

Schließlich entscheide ich, nicht mehr schleichen zu wollen und lieber bei Pfaffenhofen nochmal zu stoppen und mit reichlich Ladung in der bayrischen Provinz anzulanden, auch wenn ich dort an die Steckdose kann. Wir erreichen unser Ziel mit über einer Stunde mehr als wir mit dem Verbrennungsauto benötigt hätten.

Bei langen Autobahnfahrten stellt sich endgültig die Frage, ob man sich auf diese Art der individuellen Mobilität einlassen will. Alle 300 Kilometer ein Stunde extra einkalkulieren, und zugleich beachten: rollen statt rasen. Auch wenn ich für mich entscheiden sollte, dass ich das in Kauf nehme – das wird eine Schranke bleiben für den Erfolg des Elektroautos. Denn der Tesla Model S ist kein Stadtauto, sondern eine Reiselimousine. Aber nur für Geduldige mit Zeit.

Donnerstag, 3. Dezember 2015 / 3. Tag / konkrete Zahlen in Sachen Reichweite

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Halle an der Saale: Gotik meets Tesla

Heute früh 50 km auf der topfebenen Autobahn Richtung Halle/Leipzig. Der Tesla warnt mich, dass ich mein Ziel, den Supercharger bei Nempitz, nur erreiche, wenn ich langsam fahre. Also stelle ich Tempomat auf 120 und höre bei strahlendem Wetter in Ruhe Deutschlandfunk. Die Verbrauchsanzeigen des Autos sinkt auf 200 Wh pro Kilometer und pegelt fortan um diesen Wert.

Das bedeutet: Bei 120 km/h komme ich mit einer Kilowattstunde 5 km weit. Das ergibt bei einer Ladekapazität von 85 kW meines Model S nach Adam Riese 85 x 5 = 425 km. Da die Ladestationen aber nicht immer genau nach 425 km auftauchen,und die Autobahn nur selten so steigungslos verläuft wie rund um Leipzig,  kann man von realistischen 350 km sprechen. Auf der Landstraße oder auch im Stadtverkehr sind allerdings noch mehr drin.

Das interessante am Stromauto ist nämlich, dass es im Stop-and-go-Betrieb bzw. im Stadtverkehr weniger verbraucht als auf der Landstraße, da der Energieverlust durch das fortwährende Bremsen nicht existiert. Das Problem ist die schnelle Autobahnfahrt. Wer es gewohnt ist, mit seinem Turbodiesel über die Autobahn zu brettern, der muß sich mit dem Tesla umgewöhnen. Dann ist nämlich nach 150 km Schluss. Anders ausgedrückt: Vollgas auf der Autobahn verbraucht pro Kilometer locker 500 Wh. Mehr als das Doppelte einer Fahrt mit 120 km/h!

Hier kommt das physikalische Gesetz, dass der Windwiderstand im Quadrat der Geschwindigkeit wächst, voll zur Geltung. Der Verbrauch ist ausschließlich abhängig von der Geschwindigkeit, und mit dieser schießt er exponentiell in die Höhe.

Von Halle heute nach Weimar. Da für die 120 km eine Reichweite von 250 km angezeigt war,  hab ich mal keinen Strom gespart. An der Ladestation sind die Batterien leer. Das Auto beschließt in so einer Situation übrigens, die maximale Leistung zu reduzieren und scheint darauf zu achten, dass eine Reserve bleibt. Bis ich diese Zeilen geschrieben habe, ist der Akku fast wieder voll. 40 Minuten. Während dessen treffe ich zum erste mal Tesla-Kollegen an der Ladestation. Noch zwei, die begeistert sind von diesem Auto. Ich rolle gemütlich nach Hause. Morgen gehts nach München.

Mittwoch, 2. Dezember 2015 / 2. Tag / Strom tanken an der Schuco-Steckdose

Heute mit halber Akku-Ladung zu meinem ersten Salon. Keinerlei Parkmöglichkeit am Gebäude und somit auch kein Aufladen. Am Nachmittag dann nach Chemnitz über die A4, diesmal lasse ich den Supercharger in Nössen rechts liegen, Chemnitz ist nicht weit und bis zu meiner Übernachtungsadresse in Niederfrohna sollte es reichen. Aber eine nur noch zu Hälfte leuchtende grüne Ladeanzeige sorgt sofort für vorsichtiges Fahren. Soviel wird klar: die 400 km sind drin, aber dann darfst du nur mit Samtpfötchen fahren. Jedes Durchdrücken des Strompedals kostet gefühlte 10 km Reichweite.

Ich nutze die Gelegenheit, den Autopiloten auszuprobieren. Mit einem kleinen Steuerhebel an der linken Lenkradseite stelle ich den Tempomat auf 130, die Spurhalteautomatik auf on und der Abstandsmesser ist sowieso aktiv. Jetzt steuert und bremst das Auto selbst. Die Verlockung, nicht mehr auf die Straße zu schauen, sondern Emails zu checken ist groß! Das Auto erkennt in der Tat die Verkehrsituationen vor ihm und reagiert stets richtig. Den Grad der Vorsicht in Sachen Abstnd halten kann man übrigens einstellen. Ich fahre 10 Minuten ohne einmal das Lenkrad anzufassen oder ein Pedal zu berühren. Daran kann man sich gewöhnen.

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In Chemnitz treffe ich auf einen Salon, wo ich nicht nur im Hof parken, sondern freundlicherweise auch an die Steckdose darf. Wieder die Meldung „Ladekabelfehler“. Ein Telefonat klärt mich auf: Bei einem Tesla spielt es eine Rolle, wierum der Stecker in die Dose kommt! Phase und Nullleiter dürfen nicht vertauscht werden. Aha. Und in der Tat, plötzlich lädt das Auto Strom. Genau genommen Strom für 12 km in einer Stunde.

Gute drei Stunden später hat meine theoretische Reichweite um 40 km zugenommen. Damit sollte ich morgen bis zum Supercharger bei Leipzig kommen, auf dem Weg nach Halle, wo mein dritter Salon wartet.

Dienstag, 1. Dezember 2015 / Start

Mit der Bahn nach Zwickau, mit etwas zuviel Equipment für Bahnsteig treppauf treppab. Bernd Demmler holt mich am Bahnhof ab. Er leiht mir einen Tesla zum Freundschaftspreis. Ein weißes Auto, mit Werbung druff. Mir ganz egal. Eine gepflegte Limousine, es riecht nach edlem Leder. 15 Minuten Einweisung in die Bedienung des hochformatigen Bildschirms, über den man alles regelt: Heizung, Navi, Musik, Internet, Komfort- und Sicherheitseinstellungen, Reichweitendiagnosen etcpp.

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Die Akkumulatoren sind zu 95% geladen und zeigen mir eine Reichweite von 315 km an. Errechnet aufgrund des Stromverbrauchs der letzten 10 km. Auf meiner heutigen Fahrt nach Dresden werde ich noch merken: da muß einer ganz schön geheizt sein. Mein Durchschnittsverbrauch sinkt kontinuierlich, am Ende auf 200 Wh (Wattstunden) pro Kilometer.

Ich fahre los. Wieder diese unglaubliche Leichtigkeit und Ruhe, mit der sich dieses Auto bewegt. Man spürt, dass der Tesla ein schweres Auto ist, was dem Komfort auch auf schlechten Straßen gut tut. Aber das Fahrgefühl ist dennoch das eines schwerelosen Gleitens. Neulich fuhr ich einen Seat Leon Cupra zur Probe. Danach benötigte ich eine Stunde, um meinen Puls wieder runterzubringen. Der Tesla ist das Gegenteil. Obwohl er schneller beschleunigt als der Cupra, ist er kein Auto für Raser.

Auch nicht auf der Autobahn. Zum einen, weil man dem Akku jenseits der 200 km/h beim Entleeren zusehen kann. Im Falle meines weissen Tesla auch wegen der Winterreifen, die deutlich zu weich sind für ein derart motorisiertes Fahrzeug (Rückmeldung beim Autohaus: Tesla habe das Problem erkannt, man arbeite daran). Vor allem aber weil das Auto zum Fahr-Genuss verleitet. Der Tesla strahlt eine Souveränität aus, die unvereinbar ist mit jeglicher Form schlechten Betragens auf der Autobahn.

Auf dem Weg von Zwickau nach Dresden lerne ich, dass es im ganzen Großraum nur eine einzigen „Supercharger“ gibt: Bei Nossen, wo die Autobahnen von Leipzig und Erfurt zusammentreffen. Das Navi lotst mich dorthin: eine normale Tankestelle neben der Autobahn. Habe zwar noch 55% Ladung, aber sicher ist sicher. Ich hänge das Auto an den Charger, schnappe meinen Rechner und setze mich in die Autobahnkneipe. Einmal Bockwurst mit Bitburger alkoholfrei.

BQ1A0329-2beaDie Bockwurst ist lecker. Ich esse sonst nie Bockwurst. Ich sitze länger als mein Akku lädt. Sonst verplempere ich meine Lebenszeit ja auch stundenlang im Internet, jetzt halt auf am Rande der Autobahn.

Besser als Radeberger: mein weißes Model S vor der Semperoper in Dresden

Dann Dresden. Meine Güte was für eine Kulisse! Dresden ist DIE Winter- und Weihnachtsstadt. Alles glitzert und leuchtet. Deutschland hat keine beeindruckendere Promenade als den Blick über die Elbe in der Winterdämmerung. Den Striezelmarkt gibt es seit Vierzehnhundertirgendwas, Deutschlands ältester Weihnachtsmarkt. Ich rolle zweimal dran vorbei, weil’s so schön ist.  Dann steuere ich mein MotelOne an.

Dort arbeiten sie zwar an einer Charging-Station für so Typen wie mich, aber die gibt es noch nicht. Dennoch darf ich mein Auto in der Tiefgarage an die Steckdose stecken, einfach so. Aber der Tesla meldet: Kabelfehler! Was immer das heissen soll. Kein Strom auf der Steckdose? Egal, noch habe ich Saft genug. Zum Abendessen zu Kleinerts Spezialitäten am Blauen Wunder, Dresdens bester Küche. Morgen mein erster Salon.

Montag, 30. November 2015 / Auftakt.

Equipment checken, packen, planen. Morgen geht es los. Mit dem Zug erst nach Zwickau, wo mich Frank Demmler, der Vermieter meines Tesla auf Zeit vom Autohaus Demmler, am Bahnhof abholen wird. Dann erstmal nach Dresden. Ich bekomme ein weisses Model S mit 380 PS und angeblich 480 km Reichweite, und ich bin sehr gespannt, wie das alles ablaufen wird. 2500 km durch Deutschland, einige der besten Friseursalons Deutschlands besuchen – und fotografieren, als Nominierte für den Award TOP Salon des Jahres 2016.

Nur eines ist jetzt schon klar: Die Wartezeit an den Tesla Superchargers werde ich nutzen um zu berichten und Bilder hochzuladen, auf nurnochstrom.de und auf meine Facebookseite: https://www.facebook.com/jan.kobel.fotograf

 

Tesla – raffiniert inszenierter Hype?
Presseschau Süddeutsche Zeitung

Wenn die deutsche Presse über Tesla und Elon Musk berichtet, weiß sie um ihre Verantwortung. Diese lautet: die besten Autos der Welt werden in Deutschland produziert, und dabei hat es zu bleiben. Basta.

Dass mit Tesla ein amerikanisches Unternehmen auf dem Vormarsch ist, dessen Auto die Grundlagen der deutschen Automobilindustrie komplett in Frage stellt – Motor, Kupplung und Getriebe, Öl- und Energieverbrauch, Lärm- und CO2-Emission, um nur die wichtigsten zu nennen – und bei Fahrkomfort, Fahrsicherheit und Fahrspaß gleichauf liegt, ist eine journalistische Herausforderung für den deutschen Spitzenjournalismus.

Normalerweise funktioniert die kritische Berichterstattung so, dass man Tesla einen nennenswerten Durchbruch auf den internationalen Automärkten darüber in Abrede stellt, dass die beiden wesentlichen Spaßbremsen eines Tesla in absehbarer Zeit nicht zu überwinden seien: Reichweite und Ladezeit.

Jürgen Schmieder von der Süddeutschen Zeitung aber befasst sich nicht mit solchen technischen Fragen. Unter der Überschrift Wie Teslas Auto-Revolution funktioniert (SZ.de vom 29.11.2015) geht er der Frage nach, warum Tesla „so faszinierend“ sei. Die selbstverständliche Unterstellung des gesamten Artikels: Am Auto selbst kann es nicht liegen.

Der Autor verteilt ein paar Gehässigkeiten wie diese:

Tesla-Fahrer halten sich für grandiose Geschöpfe, die diesen Planeten allein durch den Kauf eines Elektroautos ein bisschen gesünder machen, und er weiß um die Bedeutung des Autos als Frauenköder, Statussymbol und Gewissensbereinigung.

Über Elon Musk und seine Leute berichtet er: Arrogante Großkotze sind doch die faszinierendsten Typen – so lange sie Genies sind. Oder: Musk flüstert den Politikern ins Ohr, O’Connell lässt sie unterschreiben. Lobbyisten also, die willfährige Politiker zu Marionetten machen.

Das alles würde ich doch wirklich zugern mal in einer deutschen Zeitung über die Winterkorns und Piechs und ihre Porschefahrer lesen!

Soweit ist der Standpunkt klar.  Aber der Autor verspürt immer noch ein Rätsel, das es zu lüften gäbe:

Noch einmal: Was in aller Welt ist so faszinierend an Tesla? Hier seine Antwort:

Faszinierend ist, dass Tesla so faszinierend ist. (…) Ganz ehrlich: Wer derzeit ein elektrisches Auto produziert, der ist cool.

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Ganz ehrlich, liebe Süddeutsche Zeitung: eine Tautologie wird auch nicht besser, wenn man sie selbstbewußt als (Zwischen-)Überschrift fett druckt.

Was bleibt nach all diesen Bos- und Blödheiten? Nur eine Erkenntnis: Es scheint für einen deutschen Journalisten richtig schwer zu sein, sich an den Gedanken zu gewöhnen, das ein kalifornischer Newcomer ein faszinierend gutes Auto baut und damit Weichen stellt für die Zukunft des Individualverkehrs.

Silent runnig

Model X:Mercedes-Benz_300SL_SW
Dazwischen liegen über sechzig Jahre: 300 SL von 1954 und Model X / Fotos: Free Wiki, Tesla Motors, Inc.

Mit dem Model S vor Erfurt nach Weimar – und zurück

Unser erstes Erlebnis am Steuer eines Tesla begann damit, dass ich erfuhr, dass ein neues Modell in der Pipeline sei: das Model X. Die Hoffnung, dass Tesla damit auch in günstigere Preiszonen vorstößt, bewahrheitete sich nicht: Das neue Modell der Kalifornier ist ein großer SUV, mit Flügeltüren wie das legendäre 300 SL Mercedes-Coupé aus den Fünfzigern und wird kaum günstiger zu erwerben sein als das aktuelle Modell. Ein kleineres Modell ist in Vorbereitung, wird aber erst 2017 auf den Markt kommen. Silent runnig weiterlesen

Wie wilde Tiere

Nur was für echte Kerle: Autorennen 1911 / Quelle: Wikipedia

Zurück in die Zukunft sind unabhängig voneinander zwei Artikel über Elektromobilität in zwei renommierten Tageszeiten überschrieben – mit 6 Jahren Zeitabstand dazwischen.

Beide befassen sich mit dem interessanten Phänomen, dass es noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts so aussah, als sei der Elektromotor dem Benzinmotor auch wirtschaftlich überlegen. In den USA fuhren Ende des 19. Jahrhunderts mehr Stromautos als mobile Verbrennungsmotoren! Dann war bald Schluss mit dem elektrischen Fahren. Warum? Wie wilde Tiere weiterlesen

Götterdämmerung

Sommer 2015 in Belgien. Ich lerne einen jungen Handwerker kennen, der einen Tesla fährt. Er nimmt mich mit zu einer Probefahrt. 15 Minuten später bin ich begeistert – und geschockt. Bye-bye, Verbrennungsmotor, dasselbe Schicksal wird dich ereilen wie schon die Vinylschallplatte, den Kodakfilm und die mechanischen Uhr: geliebt und gesammelt als Rarität aus vergangenen Zeiten. Götterdämmerung weiterlesen